Käsewissen
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Vier Gründe für handwerklich hergestellten Käse

Die Käserin vom Schepershof bei der Produktion von handwerklich hergestelltem Käse

Industriell oder handwerklich, mit Milch aus Massentierhaltung oder aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft – ich gestehe, dass ich früher keinen blassen Schimmer hatte, wie der Käse auf meinem Brot hergestellt worden war. Inzwischen kaufe ich am liebsten nur noch handwerklich hergestellten Käse. Hier sind meine Gründe.

1. Handwerklich arbeitende Käser verarbeiten keine Milch aus Massentierhaltung.

Auch wenn es nicht ausgeschlossen ist, kenne ich keine handwerklich arbeitende Käserei, die Milch aus Massentierhaltung verarbeitet. Im Gegenteil: Alle handwerklich arbeitenden Käsereien, die ich für meinen Käseguide „Stadt Land Käse“ besucht habe, legen großen Wert auf artgerechte Tierhaltung. Da die meisten Handwerksbetriebe die Milch vom eigenen Hof verarbeiten, haben sie direkten Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Milchviecher.

2. Handwerklich hergestellter Käse schmeckt besser.

Klar, schließlich dürfen die Milchviecher in der Regel regelmäßig auf die Weide und essen frisches Futter. Chemische Zusätze oder gentechnische Veränderungen sind hier meistens Fehlanzeige! Zudem fallen in den Käsereien, die die Milch ihrer eigenen Tiere verarbeiten, keine langen Transportwege an. So kann die Milch meist melkwarm zu Käse verarbeitet werden.

Mit diesen Gewichten presst die Käserin vom Schepershof bei der Produktion von handwerklich hergestelltem Käse die Molke aus.

3. Handwerklich arbeitende Käser halten altes Käsewissen lebendig.

Das Handwerk des Käsemachens ist viele Jahrhunderte alt. Während die meisten industriellen Käsereien heute auf moderne Technologien setzten, halten viele Handwerksbetriebe das gesammelte Wissen unserer Vorfahren am Leben.

4. Handwerklich hergestellter Käse unterstützt Betriebe aus der Region.

Wer seinen Käse bei handwerklich arbeitenden Käsereien aus der Umgebung kauft, unterstützt damit gleichzeitig auch die regionale Wirtschaft. Die Grafik des regionalen Wirtschaftskreislaufs, die ich hier gepostet habe, verdeutlicht das sehr eindrücklich.

Lesetipp:

Auch fast fünf Jahre später immer noch aktuell: “Deutscher Käse: Viel mehr als Industrieware” von Johannes Weiss/Falstaff

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