Käsereien & Händler
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Der Bornwiesenhof

Ergebnis der Küchenkäse-Schulung

Mit dem Möhrenlaibchen fing die Käseproduktion auf dem Bornwiesenhof einst an. Heute ist der Demeterbetrieb vor allem für seinen Flammkäse bekannt.

„Profitabel wird ihre Käserei nur, wenn sie große Mengen an billigem Schnittkäse produzieren. Oder kleine Mengen an handwerklich hergestelltem Spitzenkäse“ – als ein Berater Meike Jaschok und ihrem Mann Andreas vor einigen Jahren diese beiden Optionen aufzeigte, mussten die Betreiber des Bornwiesenhofs nicht lange überlegen. „Auch wenn der erste Weg vielleicht leichter gewesen wäre, würde ich mich immer wieder für die handwerkliche Produktion entscheiden“, sagt die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin, die inzwischen mehr als 60 Händler und Gastronomen mit ihren Milch- und Käseprodukten beliefert.

Feta vom Bornwiesenhof

Flammkäs als vegetarische Alternative

Startschuss für die handwerklich arbeitende Käserei gab im Jahr 1989 eine Kooperation mit dem Dottenfelderhof. Der hessische Demonstrationsbetrieb suchte einen Produzenten für sein Möhrenlaibchen, einen mit Möhrensaft angereicherten Bauernkäse, und garantierte den Jaschoks eine feste Abnahme. „Das war damals ein echter Glücksfall, denn der Vertrieb war zu Beginn wirklich schwierig. Unser Hof liegt ja im tiefsten Hunsrück – ein Hofladen macht einfach wenig Sinn, wenn man in Hußweiler wohnt“, erinnert sich die 57-Jährige mit einem Lachen.

Heute, rund 30 Jahre später, produziert das zehnköpfige Käserei-Team neben dem Möhrenlaibchen viele Eigenkreationen des Bornwiesenhofs. Besonders beliebt ist der sogenannte Flammkäs, ein eingelegter Grillkäse. „Am Anfang wusste keiner so recht etwas mit einem Käse anzufangen, aber nachdem wir begonnen haben, ihn fertig mariniert zu verkaufen, hat er sich schnell als vegetarische Alternative für den Grill etabliert“, erklärt Jaschok.

Käseschule für Interessierte

Leute mit gutem Essen zu versorgen und ihnen etwas darüber beizubringen, sei für sie schon immer zentral gewesen, so Jaschok, die ihr Käsewissen gerne an Praktikanten und Auszubildende weitergibt. Seit rund drei Jahren unterrichtet die Käserin außerdem Käse- und Joghurtkurse im Haus am Schwollbach gleich gegenüber des Bornwiesenhofs. In der urigen Stube des alten Bauernhauses lernen Interessierte wie aus flüssiger Milch fester Käse wird. Anschließend dürfen alle Schüler an die Töpfe und das Käsemachen einmal selber ausprobieren. Bloß nicht die Milch anbrennen lassen!

Meike Jaschok bei einer Käseschulung

Unter den wachsamen Augen der Käserin gelingen alle Rezepte vom Küchen-Feta bis zum Ziegenkuss und werden anschließend gemeinsam an der langen Tafel verzerrt. Für Jaschok immer wieder ein befriedigender Moment: „Zu unserer Arbeit gehört, dass wir anderen Menschen erklären, warum sich der große Aufwand lohnt, die bestmöglichen Produkte herzustellen. In den Käse- und Joghurtkursen erfahren die Menschen eine ganz neue Wertschätzung für unsere Produkte, weil sie danach wissen, wie viel Arbeit und Sorgfalt dahinter stecken.“

Kaffeekäse aus Finnland

Und hier findet ihr den Bornwiesenhof

Hußweilerstraße 40
55767 Wilzenberg-Hußweiler
Telefon: 06787 971500

E-Mail: kontakt@bornwiesenhof-hunsrueck.de

Infos zu den nächsten Kursterminen findet ihr hier

https://www.haus-am-schwollbach.de/

 

 

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